Citi erhöht die Speicherpreisprognosen stark, da sich die Nachfrage nach KI-Infrastruktur beschleunigt

2026/05/14
Citi erhöht die Speicherpreisprognosen stark, da sich die Nachfrage nach KI-Infrastruktur beschleunigt
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Der globale Speichermarkt könnte in einen weitaus aggressiveren Aufschwung eintreten als bisher erwartet.

Nach jüngsten Prognosen vonCitigroup, könnten die durchschnittlichen DRAM-Preise im Jahr 2026 um bis zu 200 % steigen, während die NAND-Flash-Preise im Jahresvergleich um etwa 186 % steigen könnten. Der überarbeitete Ausblick spiegelt die wachsende Erwartung wider, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur weiterhin eine beispiellose Nachfrage in der gesamten Speicher- und Speicherlieferkette ankurbeln wird.

Zu den größten Nutznießern gehörtSK Hynix, das Citi aufgrund seiner Führungsrolle im Bereich High Bandwidth Memory (HBM) als eines der am stärksten positionierten Unternehmen im aktuellen Zyklus ansieht.

HBM wird zum zentralen Wachstumstreiber

HBM bleibt die wichtigste Variable im KI-Servermarkt.

Citi geht davon aus, dass die HBM-Preise im zweiten Halbjahr 2026 deutlich steigen werden, insbesondere im vierten Quartal, wenn die durchschnittlichen Verkaufspreise im Vergleich zum Vorquartal um etwa 30 % steigen könnten. Es wird erwartet, dass die starke Nachfrage nach HBM3e in Verbindung mit dem bevorstehenden Übergang zu HBM4 den Produktmix und die Rentabilität führender Lieferanten weiter verbessern wird.

Der kontinuierliche Ausbau der KI-Infrastrukturinvestitionen durch Unternehmen wieAnthropischverstärkt die Erwartungen, dass die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern auf absehbare Zeit hoch bleiben wird.

Infolgedessen erhöhte Citi Berichten zufolge sein Kursziel für SK Hynix von 1,7 Mio. KRW auf 3,1 Mio. KRW, was einer Steigerung von etwa 82 % entspricht.

Server-DDR5-Preise werden voraussichtlich steigen

Über HBM hinaus hat Citi auch seine Erwartungen an die Preise für Server-DDR5-Speicher deutlich erhöht.

Das Unternehmen prognostiziert nun, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für Server-DDR5-DRAM im Jahr 2026 im Jahresvergleich um etwa 329 % steigen werden, was vor allem auf die beschleunigte Bereitstellung von KI-Inferenzen und steigende Anforderungen an die Speicherdichte in modernen KI-Clustern zurückzuführen ist.

Eine der bemerkenswertesten Prognosen betrifft 64 GB DDR5 RDIMM-Module. Citi schätzt, dass die Preise von etwa 873 US-Dollar im ersten Quartal 2026 auf fast 1.586 US-Dollar bis zum vierten Quartal 2026 steigen könnten.

Der Bericht legt nahe, dass Speicher nicht mehr nur eine unterstützende Komponente in KI-Servern ist, sondern sich zu einer strategischen Infrastrukturressource entwickelt.

Auch die SSD-Preise erleben einen starken Aufschwung

Auch die Preise für Enterprise-SSDs werden voraussichtlich deutlich steigen.

KI-Workloads wie KV-Cache, Vektordatenbanken, Retrieval-Augmented Generation (RAG) und groß angelegte Inferenzsysteme erhöhen die Nachfrage nach Speicherlösungen mit hoher Kapazität und Leistung dramatisch.

Citi prognostiziert, dass die durchschnittlichen SSD-Preise im Jahr 2026 im Jahresvergleich um etwa 267 % steigen könnten, da Hyperscale- und KI-fokussierte Rechenzentren weiterhin speicherintensive Architekturen ausbauen.

Die Kosten für die KI-Infrastruktur steigen über GPUs hinaus

Die umfassendere Implikation ist, dass die Inflation der KI-Infrastruktur nicht mehr auf GPUs beschränkt ist.

HBM, DDR5 RDIMM, SoCAMM2, Enterprise-SSDs und NAND-Flash bewegen sich innerhalb desselben Preiszyklus zunehmend zusammen. Für Cloud-Anbieter, KI-Server-OEMs und Rechenzentrumsbetreiber könnten Beschaffungsstrategien für Speicher und Speicher bald genauso wichtig werden wie die GPU-Zuteilung selbst.

Der Markt beginnt sich in eine neue Phase der KI-Infrastrukturinvestitionen zu verlagern – eine Phase, die zunehmend von Speicherbandbreite, Speicherkapazität und Lieferkettenkontrolle bestimmt wird.

Branchenausblick

Sollten sich die aktuellen Prognosen als zutreffend erweisen, könnte 2026 zu einem der bedeutendsten Preiszyklen in der Geschichte des Speichermarktes werden.

Für Käufer von Unternehmensinfrastruktur kann sich dies beschleunigen:

  • Langfristige Lieferverträge
  • Vorausschauende Bestandsplanung
  • Vierteljährliche Preisverhandlungen
  • Strategische Beschaffung für KI-Serverkomponenten

Da der Einsatz von KI weltweit weiter zunimmt, wird der Wettbewerb um Speicher- und Speicherressourcen der nächsten Generation im gesamten Rechenzentrumsökosystem voraussichtlich zunehmen.